Wiedereinführung der „3Gs“ ab Montag, 16. August

3Gs getestet genesen geimpft august

+++Update 14.08.2021+++

Tatsächlich dürfen ab kommenden Montag, 16.08.2021, nur noch Gäste beherbergt werden, die eines der „3Gs“ (getestet, genesen oder geimpft) erfüllen.

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Nach Informationen des DEHOGA (=Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) will die baden-württembergische Landesregierung schon ab kommender Woche, 16. August 2021, die 3-G-Regel für die Innenräume der Gastronomie und für Beherbergungsbetriebe wieder einführen. Die Zugangsbeschränkung auf Geimpfte, Genesene und negativ Getestete soll unabhängig von der Inzidenz gelten, d.h. auch in Regionen mit extrem niedrigen Inzidenzen. Im Gegenzug sollen einige Beschränkungen, die bisher für die Branche gelten, abgebaut werden – die genauen Pläne dafür sind noch nicht bekannt. Der DEHOGA übt Kritik am geplanten Vorgehen, auch an der extremen Kurzfristigkeit der Maßnahme, zumal es in vielen ländlichen Regionen an einer ausreichenden Test-Infrastruktur fehlt.

Mit ihren Plänen, die laut Medienberichten durch eine neue Corona-Verordnung bereits ab 16. August in Kraft treten sollen, geht die baden-württembergische Landesregierung in verschärfender Weise über die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vom 10. August hinaus. Diese sehen die Einführung der 3-G-Regel erst ab einer Inzidenz von 35 vor. In Baden-Württemberg dagegen soll nach den jetzt bekannt gewordenen Plänen ab nächster Woche gelten: 3-G für Gastro-Innenräume und Beherbergungsbetriebe ab Inzidenz 0.

Im Gegenzug sollen aber auch Beschränkungen fallen. So ist laut DEHOGA-Informationen geplant, dass Clubs und Diskotheken wieder mit 50 Prozent Auslastung öffnen können, wenn die Gäste geimpft, genesen oder mit einem Antigen-Schnelltest negativ getestet sind (bei PCR-Tests mit 100 Prozent Auslastung).

Der DEHOGA Baden-Württemberg kritisiert das geplante Vorgehen dennoch deutlich: „Die 3-G-Regel hat sich bereits beim Re-Start im Mai als sehr schädliche Umsatzbremse für die Branche erwiesen. Dass die Landesregierung jetzt diese Regel ohne Inzidenzschwelle im Hauruck-Verfahren einführen will, ist ein Affront gegenüber allen Betrieben des Gastgewerbes und ihren Beschäftigen, die bisher bei der Bekämpfung der Pandemie verantwortungsvoll und konstruktiv mitgearbeitet haben“, erklärt DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt.

Auch wenn die Details der geplanten neuen Corona-Verordnung noch nicht bekannt seien, sei zu befürchten, dass Gastronomie und Hotellerie erneut ein Sonderopfer zur Pandemie-Bekämpfung abverlangt werde. „So sehr wir es verstehen, dass die Landesregierung Druck machen will, um die Impfquote zu erhöhen, so deutlich müssen wir es ablehnen, dass die Beschlüsse der MPK nun zu Lasten unserer Betriebe verschärft werden“, betont Engelhardt. „Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Hotellerie und Gastronomie keine Pandemietreiber sind, ist das für uns nicht zu akzeptieren und aus unserer Sicht auch nicht verhältnismäßig.“